Beschreibung der Tätigkeit

1. Die Lernenden werden zunächst gebeten, sich ein paar Sendungen, Zeitungen oder Online-Quellen auszudenken, die sie häufig nutzen oder von denen sie hören. Der Trainer/ die Trainerin könnte einige davon vorschlagen, um die Aktivität einzuleiten. 

2. Nach dem Besuch einiger dieser Seiten, vorzugsweise unter Verwendung eines Screen-Sharing-Tools oder eines Projektors, macht der Trainer/ die Trainerin die Lernenden auf visuelle und sprachliche Elemente aufmerksam, und es folgt eine Diskussion über deren Häufigkeit oder Fehlen. Die Lernenden werden auch ermutigt, in ihren Social Media Feeds nach "Fun Fact"-, Wissenschafts- oder Nachrichtenbeiträgen zu suchen. Durch das Sammeln von Bildern, Schlagzeilen und Sätzen, die aus dem Kontext gerissen werden (z. B. durch das Erstellen einer digitalen Collage), kann der Trainer/ die Trainerin die Lernenden dazu anregen, darüber nachzudenken, wie ein schneller Blick oder ein instinktiver Klick auf solche Stimuli die eigene Wahrnehmung prägen und sie dazu bringen kann, den Teil der Faktenüberprüfung des Informationsprozesses zu überspringen. Darüber hinaus werden die Lernenden aufgefordert, visuelle von sprachlichen Hinweisen zu unterscheiden und zu erklären, welche davon in welchen Situationen wirkungsvoller sind.

3. Der letzte Schritt besteht darin, diese Lektionen auf eine Art "abschreckendes Beispiel" anzuwenden: Die Lernenden bekommen seriöse Nachrichten präsentiert und versuchen dann, sie entsprechend den verschiedenen Interessen oder Weltanschauungen zu verdrehen. Beispiele für Aufforderungen wären:

-Wie würde eine extrem religiöse Person diesen Artikel verdrehen?
-Wie würde jemand mit Industrieinteressen dieses Stück nutzen, um Profit zu machen?
-Wer würde noch mehr in diese Nachricht hineininterpretieren und welche Befürchtungen hätten sie?

Anhand solcher Aufforderungen können die Lernenden ihren eigenen Beitrag über bösartige oder unwissende Fehlinformationen verfassen und dabei die visuellen und sprachlichen Hinweise einstreuen, die sie in den ersten Schritten gefunden haben. So können sie miterleben, wie eine Fehlinformation entsteht, und den analytischen Prozess umkehren, um ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen.

60 Minuten.
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